Pfarreiengemeinschaft  Saarburg

 

Zum Ende meiner Schulzeit lasen wir in dem Kurs das 1947 erschienen Buch „LTI“ des Sprachwissenschaftlers Victor Klemperer. In diesem Werk analysiert er die Sprache des Dritten Reichs. Wir alle wissen, dass Worte mitunter wesentlich mehr, auf jeden Fall langfristigeren Schaden anrichten können als manche Handlung. Sprache ist also entscheidend für die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Und: bei Sprache geht es auch um Überzeugungen.

Viele der Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden zu Beginn von unterschiedlichen Gruppen und Parteien ohne große Diskussionen mitgetragen, die sonst relativ wenig gemeinsam haben. Mittlerweile hat sich das geändert. Mal abgesehen von teils sehr skurrilen Verschwörungstheorien ist eine Diskussion darüber entstanden, wie der Weg in den Alltag aussehen kann. Solche sachlichen Diskussionen, die später zu hilfreichen Kompromissen führen, braucht eine lebendige Demokratie. Denn wie in vielen Bereichen der Gesellschaft ist auch hier klar: Die einfache Antwort wird es nicht geben.

Viele Vorschläge sind berechtigt, vieles ist aber auch einfach pauschale Kritik oder Meinungsmache. Wichtig ist es nach Lösungen zu suchen, die immer wieder das gemeinsame Ziel im Blick behalten. Das gilt für gesellschaftliche Entwicklungen im Übrigen genauso wie für die Zukunft der Kirche als Glaubensgemeinschaft. Zielführende Kritik ist hilfreicher als mancher Kommentar von der Seitenlinie. Egal wie, entscheidend ist auch hier die Frage, wie wir miteinander umgehen und sprechen. Denn schon daran lässt sich erkennen, ob es wirklich um die gemeinsame Sache geht. Selbst die Apostel haben sich beim sogenannten „Apostelkonzil“ darüber gestritten, in welcher Form die Weitergabe des Glaubens gelingen kann. Ihnen wurde schnell bewusst, dass es mehrere Formen geben kann, wenn das Ziel Bestand hat.

Am Pfingstfest hören wir in jedem Jahr davon, dass der Heilige Geist den Aposteln die Gabe geschenkt hat, in fremden Sprachen den Glauben weiterzugeben. Der Geist Gottes ist also eine Gabe, die keine Gleichmacherei fördert, aber eine gemeinsame Ausrichtung zum Ziel hat. Dabei ist die Sprache – selbst wenn es die gleiche ist – schon entscheidend. Die Art und Weise, wie wir als Christinnen und Christen miteinander sprechen und diskutieren ist also bereits eine Form der Verkündigung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des gesamten Teams ein frohes und gesegnetes Pfingstfest 2020.

Florian Dienhart, Kaplan


Renovabis-Pfingstkollekte

Da die Pfingstkollekte eine wesentliche Säule der Renovabis-Projektarbeit ist, bitten wir aufgrund der eingeschränkten Gottesdienste um Kollektenspenden direkt an Renovabis. Das geht über www.renovabis/pfingstspende oder an Renovabis e.V. IBAN DE94 4726 0307 0000 0094 00. Gerade in dieser Krisenzeit geht die Arbeit in den zahlreichen Renovabis-Hilfsprojekten weiter. Menschen in der Ukraine, dem Beispielland der diesjährigen Pfingstaktion, aber auch in zahlreichen anderen Ländern Mittel-,Ost-und Südeuropas sind auf unsere Solidarität angewiesen.

 

 

Caritas-Sammlung - MenschenMitMenschen

In der Diözese Trier bieten die Caritas und die kirchlichen Gemeinden Hilfe und Beratung in problematischen Lebenssituationen an. Caritas-Sammlung bedeutet: Hilfe und Unterstützung vor Ort. Um vielfältige Hilfen anbieten zu können, ist die Caritas auf Spenden angewiesen. MenschenMITMenschen heißt füreinander da zu sein. Die Corona-Krise trifft jedoch auch die Caritas-Frühjahrssammlung. Deshalb wird empfohlen, die Sammlung dieses Jahr in einer anderen Form durchzuführen und bitten um Ihre Spenden auf das Konto der Kirchengemeinde Saarburg bei der Sparkasse Trier, IBAN: DE62 5855 0130 0070 0020 27. 

Verwendungszweck: „Caritassammlung“

 

 

Sonderspendenaktion

SOS Bolivien – 2.000 Kinder und Jugendliche hoffen auf Ihre Hilfe

Durch die Tatsache, dass wegen Corona/Covid19 alle im Frühjahr geplanten Kleidersammlungen abgesagt werden mussten, sind die dringend notwendigen Einnahmen weggebrochen. Dabei fehlt es an Hygiene- und Desinfektionsmittel, ausreichendem Essen und es gibt auch keine Schule mehr.

Wenn es die pandemische Lage ermögliche, wird versucht, die Kleidersammlungen im Herbst durchzuführen. Die finanziellen Mittel zur Unterstützung der bolivianischen Partner/innen fehlten aber schon jetzt.

Deshalb bittet die Bolivienpartnerschaft um Ihre Spenden auf folgendes Spendenkonto:

Förderverein Bolivienpartnerschaft, IBAN DE27 3706 0193 3006 9680 14.

Verwendungszweck: „Bolivienpartnerschaft“

 

Nähere Infos unter www.boliviensammlung.de